Apollo et Hyacinthus

Aufführungen September 2012

"Apollo et Hyacinthus" ist Mozarts erste Oper. Er komponierte sie 1767 anlässlich der jährlich stattfindenden Schüleraufführungen des Salzburger Universitätsgymnasiums. Im Jahre 1674 veröffentlichte Kasper Stieler sein Buch „Schau-Platz Schöner anmuhtiger Comoedien und Tragoedien“ - in dem das Lustspiel „Der vermeinte Prinz“ beinhaltet ist. Es galt zur damaligen Zeit als Lehrstück und Prototyp eines Lustspiels. Thema des Stückes ist ein König, der seine Tochter als männlichen Thronfolger erziehen lässt. In unserem Projekt werden beide Werke auf Mozarts musikalischer Grundlage zu einem neuen Stück vereint.

Musikalische Leitung: Michael Blessing
Regie: Toni Burghard Friedrich
Bühne und Kostüme: Leonore Pilz und Dennis Ennen
Licht: Philipp Blessing
Dramaturgie: Christian Raschke

Premiere: 
Do, 13.09.2012 - 18:30 Uhr
Apollo: Jean-Max Lattemann
Hyacinthus: Gloria Ebert
Melia: Marie Hänsel
Zephyrus: Meinhardt Möbius
Oebalus: Tobias Link
Priester: Paul Bartneck
Inhalt: 

Im Staat Lacedämonien ist Feierstimmung angesagt. König Oebalus hat für seine Frau und seinen Sohn Hyacinthus ein frivoles Fest organisiert. Doch die Stimmung wird von Zephyrus, der mit der Königstochter Melia verlobt ist, getrübt; behauptet dieser doch, dass der Thronfolger Hyacinthus eigentlich eine Frau sei. Hyacinthus soll von Geburt an als Mann erzogen worden sein, um die Thronfolge in der Familie zu behalten. Daraufhin legt Oebalus sein Amt nieder und ernennt Hyacinthus zu seinem Nachfolger. Die Freude über den neuen König verdrängt jedweden Unmut – das Fest endet mit großem Jubel.

Am nächsten Morgen duellieren sich Hyacinthus, Apollo und Zephyrus beim Diskuswurf. Zephyrus’ Wut auf Hyancinthus, der an seiner Statt den Platz auf dem Thron eingenommen hat, ist ins Unermessliche gestiegen. Zephyrus rächt sich mit einem tödlichen Diskuswurf. Die Schuld an der hinterhältigen Tat gibt er Apollo, der daraufhin aus dem Königreich Lacedämonien verbannt wird.

König Oebalus eilt zum schwer verletzten Hyacinthus. Mit den letzten Atemzügen erzählt er seinem Vater von Zephyrus’ Gräueltat. Kurz darauf stirbt er. Der König trauert um seinen Sohn und verurteilt den Mörder zum Tode. Auf dem Weg zum Richtplatz kommt Zephyrus an Hyacinthus´ Grab vorbei. Ihm wird bewusst, welch schreckliche Tat er begangen hat und bringt sich aus Verzweiflung selbst um. Apollo, der das Land noch nicht verlassen konnte, tritt an Hyacinthus’ Grab und verewigt den verstorbenen Königssohn im Staat Lacedämonien, indem er ein Blumenmeer von Hyazinthen sät. Aus Freude über diese großmütige Tat, arrangiert König Oebalus die Hochzeit zwischen seiner Tochter und Apollo.